Schloß Schönbrunn
Das größte und eines der bedeutendsten Schlösser Österreichs
Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien
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Das Schloss Schönbrunn liegt im 13. Wiener Gemeindebezirk Hietzing. Sein Name geht auf einen Kaiser Matthias zugeschriebenen Ausspruch zurück, der hier im Jahr 1619 auf der Jagd einen artesischen Brunnen „entdeckt“ und ausgerufen haben soll: „Welch’ schöner Brunn“. Schönbrunn ist das größte Schloss und eines der bedeutendsten und meistbesuchten Kulturgüter Österreichs. Das Schloss und der etwa 160 ha große Park sind seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Hauptattraktion im Schlosspark ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt, der Tiergarten Schönbrunn (16 ha).
Ansicht von Schönbrunn im Jahre 1714.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In einem am Hang eines 60 m hohen Hügels gelegenen Augebiet des Wienflusses wird 1311 die Khattermühle erstmals urkundlich erwähnt, eine von etlichen Mühlen dieser Gegend. Sie ging 1312 mitsamt dem Areal in den Besitz des Stiftes Klosterneuburg über und wurde nach mehrfachem Besitzerwechsel 1548 vom späteren Wiener Bürgermeister Hermann Bayr erworben, der neben der Mühle seinen Herrensitz errichtete, die sogenannte Katter- oder Gatterburg. Am 8. Oktober 1569 erwarb Kaiser Maximilian II. das weitläufige Grundstück, ließ es einfrieden und bestückte es mit Feder-, Rot- und Schwarzwild, um es zur Jagd zu nutzen. Er ließ Fischteiche anlegen und in einem gesonderten Bereich exotische Vögel wie Truthühner und Pfauen halten.
Ansicht von Schönbrunn im Jahre 1672.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Schloß Schönbrunn war die ehemalige Sommerresidenz der ö. Herrscher (Habsburger), zw. dem re. Ufer der Wien und einem niedrigen Ausläufer des Wienerwalds. Anstelle einer "Kattermühle" des Stifts Klosterneuburg entstand ein Schloß, das 1559 von Maximilian II. als Jagdschloß erworben, im 17. Jh. nach einer Quelle (dem "Schönen Brunnen") benannt und 1683 von den Türken zerstört wurde. Für den Neubau entwarf J. B. Fischer von Erlach ein Idealprojekt, das eine riesige Anlage nach dem Muster von Versailles, mit dem Schloß auf der Anhöhe, vorsah. Nach seinem vereinfachten 2. Plan wurde das Lust- und Jagdschloß 1695-1711 gebaut, 1695-99 wurde ein Park in franz. Stil angelegt. Maria Theresia (S. war ihr Lieblingssitz) ließ es 1744-49 von N. Pacassi zum Wohnschloß in vornehm-einfachem Barockstil umbauen; nach dem Tod ihres Mannes Ks. Franz I. (1765) erfolgte die kostbare Ausstattung mehrerer Räume im Rokokostil und eine vielseitige Umgestaltung des Parks nach dem Zeitgeschmack. 1817-19 wurde das Schloß (v. a. Hof- und Gartenfassade), in dem Napoleon gewohnt hatte und wo später sein Sohn (der Hzg. von Reichstadt) starb, klassizist. erneuert. Ks. Franz Joseph I., der hier geboren wurde und starb, bewohnte S. regelmäßig; Ks. Karl I. unterschrieb hier 1918 seinen Regierungsverzicht.
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Das Schloß ging nach der Enteignung des Kaiserhauses in Bundesbesitz über. Nach Beseitigung der schweren Bombenschäden aus dem 2. Weltkrieg (1948 Wiedereröffnung der Schauräume) dient das Hauptgebäude, das zu Wiens tourist. Hauptanziehungspunkten zählt, fallweise für Staatsempfänge, während die Nebengebäude als Wohnungen, von Betrieben und verschiedenen Institutionen benützt werden. Seit 1992 ist die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. m. b. H. für Verwaltung, Erhaltung und wirt. Nutzung verantwortlich.
Schloß Schönbrunn, Innenansicht um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Schloß hat 1441 Räume, darunter die Gemächer Ks. Franz Josephs I. und der Kaiserin Elisabeth, anschließend Repräsentationsräume: Spiegelsaal, Großes und Kleines Rosa Zimmer, Chines. Rundkabinett und Ovales Chines. Kabinett, Kleine Galerie mit Deckenfresko von G. Guglielmi, Rösselzimmer, Zeremoniensaal mit Gemälde Martin van Meytens´, Blauer Chines. Salon; dann die vorwiegend von Maria Theresia bewohnten Fremdenappartements (darunter Vieux-Laque-Zimmer, Napoleonzimmer, Porzellanzimmer, Millionenzimmer), Suite von Erzhzg. Franz Karl mit Salon; Goëss-Appartements (Wandmalereien von J. Bergl); Kapelle (Deckengemälde von D. Gran, 1744). Das 1744-47 von N. Pacassi im rechten Seitenflügel errichtete Schloßtheater wird zeitweise bespielt; die ehem. Winterreitschule beherbergt die Smlg. hist. Prunk- und Gebrauchswagen ( Wagenburg) des Kunsthist. Museums.
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Ansicht der Gloriete im Hofgarten von Schloß Schönbrunn.
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Hinter dem Schloß, mit ihm zu einer architekton. Einheit verschmolzen, zieht sich der große Schloßpark nach S, überragt von der Gloriette. Sein südl. Teil ist als "Fasangarten" seit den 1930er Jahren abgetrennt (mit Forstversuchs- und Gartenbauanstalt, Kaserne), der nördl. Teil (der eigentl. Park) ist tagsüber allg. zugängl.; er wurde unter Maria Theresia ab 1772 mit mytholog. Figuren entlang der Hauptallee, Neptunsbrunnen (1780) und Gloriette (1775) neu gestaltet. J. F. Hetzendorf von Hohenberg führte als weitere optische Akzente des Parks den Obelisken (1777) und die Röm. Ruine (1778) aus.
Gloriette - © jomare - Fotolia.com
Ansicht der Gloriete im Hofgarten von Schloß Schönbrunn im Winter.
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  Der Pavillon des Schönen Brunnen wurde schon um 1750 von J. N. Jadot de Ville-Issey errichtet. Im W liegt die Menagerie ( Schönbrunner Tiergarten), neben dieser der Pflanzengarten, 1753 von N. v. Jacquin angelegt, mit einem Palmenhaus (1882 fertiggestellt, 114 m lang, 28 m breit, 30 m hoch, bes. bekannt für seine Orchideenzucht und die Victoria regia). Der Garten liefert Pflanzen für die Bundesgärten und für repräsentative Veranstaltungen der Regierung.
Blick auf Schloß und Gloriette
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„Mein Khadtl, wir wern nimber gen Khadterburg faren", meinte der sterbende Kaiser Maximilian II. 1575. Wer die „Khadtl" war, läßt sich nicht mehr nachvollziehen; jedenfalls schätzte der Kaiser jenes Gebiet, das später zum Lieblingsaufenthaltsort vieler Habsburger wurde und wo gutes Wasser anzutreffen war. Doch erst unter Kaiserin Eleonore (von Mantua), der Gemahlin Ferdinands III., erlangte das Schloß größere Bedeutung; es war „auf Italiänische Manier angelegt ... und von Gemälden und anderem noch ziemlich möbliert ... der Brunn, von dem der Ort den Namen hat ... die Quelle gar schön gefasset war, welche einem Bild von Marmel zu zweyen brüsten herausser liefe".

Andere Quellen berichten, daß Kaiser Maximilian II. hier um 1570 ein Jagdschlößchen errichten ließ, welches Kaiser Rudolf II. seinem Beamten Egid Gattermaier überließ, von welchem der Name Gatterschloß bzw. Katterburg stammen soll.
Große Galerie.
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Das Schloß mit dem schönen Brunnen wurde 1683 von den Türken in Schutt und Asche gelegt. Einige Zeit wurde überlegt, es neu aufzubauen, und Johann Bernhard Fischer von Erlach legte einen Plan vor, der das Schloß von Versailles bei weitem übertraf; daß seine Ideen nicht ausgeführt wurden, dürfte an den Finanzen gelegen haben. Küchelbecker berichtete: „Unter allen Kayserlichen Lustschlössern ist das schönste und magnifiqueste, das von Kayser Joseph zu bauen angefangene Schönbrunn, welches, wann es wäre zu Stande gekommen, gewisslich ein ander Versailles geworden wäre." 1706 veranstaltete Joseph I. hier ein großes Turnier: „Bei der schweren Regierungslast, welcher sich Kaiser Joseph I. niemals entzog, hatte er sich bisweilen einige Zeit zur Freude des ganzen Wiens zu einem beliebigen Divertissement ausgesetzt. Denn es wurde nach abgelegter Trauer bei Hof, den 4. und 8. Juli 1706 im kais. Lustschloß Schönbrunn, ein herrliches Turnierspiel, unter Anführung des Kaisers und des Prinzen Maximilian von Hannover ... öffentlich gehalten."
Schloß Schönbrunn, Spiegelsaal um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiser Karl VI., der die neue Favorita bevorzugte, hatte kein Interesse an Schönbrunn. Ein verkleinerter Entwurf wurde erst unter Kaiserin Maria Theresia, die Nikolaus Pacassi beauftragte, einigermaßen zu Ende geführt. Schon 1741 bzw. 1744 begannen die Weiterarbeiten: Die Kaiserin überwachte selbst den Bau und bewohnte in der sechsjährigen Arbeitsperiode immer wieder das Schloß, um die Fortschritte beobachten zu können. Besonders zur Sommerszeit schätzte die Monarchin, die unter der Hitze litt, das Landschloß sehr. „Heut speisten I.I.M.M. wegen eingefallener heisser Zeit zum ersten Mal in der Sala terrena, womit es an denen warmen Tagen fernershin continuiret wurde." Maria Theresias Gemahl, Franz Stephan, bemühte sich um die Gartengestaltung. Nach der Fertigstellung wurde das Lustschloß Schauplatz glänzender familiärer Festlichkeiten: Hier fand die Vermählung von Erzherzog Joseph mit Isabella von Parma statt (1760), fünf Jahre später jene mit seiner ungeliebten zweiten Gemahlin Maria Josefa von Bayern. Im Jahr 1777 schrieb die Monarchin in ihrem Testament: „Was meine wenige habschaft betriffet, offerire meinem Sohn, des Kaisers Liebden, deren 3 Schlösser: Lachsenburg, Belveder und Schönbrunn sammt Einrichtung gantz, wie Ich solche eingerichtet und meubliret habe, mit der Bitte, solche in dem nemlichen Stand, wie sie dermalens Sich befinden, bey unserem Hause zu lassen."
Von lins oben: Vieux-Laque-Zimmer, Millionenzimmer,
Porzellanzimmer, Frühstückskabinett.
© Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Kaiser Joseph II. und Kaiser Leopold II. nutzten das Schloß kaum; der eine zog die alte Favorita vor, der andere regierte nicht einmal zwei Jahre. Doch Joseph arbeitete an der Erweiterung der Botanischen Gärten weiter; weitere Arbeiten in Schloß und Garten ließ schließlich Kaiser Franz II. (I.) vornehmen. Die Kriege gegen Frankreich, die nun kommen sollten, ließen Schönbrunn nicht unberührt: Im Jahr 1800 war es Hauptquartier Erzherzog Karls. 1805 und 1809 diente das Schloß als Residenz für Kaiser Napoleon, dessen Sohn mit Erzherzogin Marie Louise, der Herzog von Reichstadt, am 22. Juli 1832 im Schlafzimmer des Korsen sterben sollte. Während des Wiener Kongresses wurde Schönbrunn immer wieder zu Theatervorstellungen, Schlittenfahrten und Diners genutzt. Das letzte große Fest - eine „Pirutschade" - fand am 19. Juli 1845 zu Ehren der Herzogin von Kent, der Mutter der englischen Königin Victoria, statt. Damals gestattete Kaiser Ferdinand erstmals dem Publikum den Zutritt ins Parterre des Schloßtheaters.
 
     
 
Statuen und Wasserspiele in dem kaiserlich-königlichen Lustgarten zu Schönbrunn, 1778.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In Schönbrunn wurde 1830 der lange erwartete spätere Thronerbe Franz Joseph geboren, der 1916 hier auch starb. Kaiserin Elisabeth nahm in Schönbrunn nach ihrer „Flucht" 1862 ihren ersten Aufenthalt in Wien. An den damaligen Bürgermeister schrieb sie von Schönbrunn aus: „Lieber Herr Bürgermeister! Mit dem Gefühle der Freude über die Rückkehr nach Wien innig verbunden ist Meine herzliche Dankbarkeit für den schönen festlichen Empfang, der mich hier - in meiner zweiten Heimat überraschte. Wien und Oesterreich sind mir dadurch, sowie durch die innige Theilnahme, von welcher Ich und mein kaiserlicher Gemal während meiner Krankheit aus allen Theilen des Reiches die rührendsten Beweise erhielten, wenn möglich noch mehr lieb und werth geworden.
Ich möchte, daß man dies erfahre und bitte Sie, es den Wienern
bekannt zu geben. Elisabeth."
Arbeitszimmer (links) und Schlafzimmer (rechts) von Kaiser Franz Joseph I.
© Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Während zur Zeit Maria Theresias das Schloß eine Abfolge der Zeremonialappartements bzw. die Trennung von des Kaisers Seiten und der Kaiserin Seiten befolgte - obwohl es sich eigentlich um ein Lustschloß handelte -, änderte sich dies unter Kaiser Franz Joseph. Das Schloß war für die kaiserliche Familie und für Gäste gedacht; wenn auch die Zeremonialappartements noch bestehen blieben, so nahmen doch die Wohnbereiche individuelleren Charakter an. Das Franz-Carl-Appartement bestand aus Ecksalon, Schreib- und Schlafzimmer. Es blieben jedoch noch Zeremonialräume, die aus dem Zeremoniensaal, dem Rösselzimmer, dem Oval-und Rundkabinett, der großen und kleinen Galerie, dem Laternenzimmer sowie dem Rosazimmer - wo Kaiser Franz Joseph seinen Cercle abzuhalten pflegte - bestanden. Kaiser Franz Joseph und seine Frau bewohnten einen Empfangssalon, ein gemeinschaftliches Schlafzimmer, ein Toilette-, Stiegen-, Schlaf-, Arbeits-, Nußbaum- und Billardzimmer sowie ein Terrassenkabinett und diverse Vorräume.

Auch die Kinder, die aus dieser Ehe stammten, benötigten ihre Appartements. Kronprinz Rudolf verfügte über ein Landschaftszimmer, Schreib-, Schlaf- und Speisezimmer sowie über ein Eckkabinett und einen Salon-Entree. Ähnlich war seine Schwester Gisela in Schönbrunn untergebracht. Erzherzogin Marie Valerie verfügte über ein Spiegelzimmer, Schreib-, Schlaf- und Toilettezimmer sowie über das Antoinettezimmer und ein Eckkabinett.
Schloß Schönbrunn aus der Vogelperspektive. Aquarell, 19. Jhdt.
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Am Ende seines Lebens war es Kaiser Franz Joseph ein Bedürfnis, seinen Großneffen und Thronfolger Karl Franz Joseph in Schönbrunn an seiner Seite zu wissen. Hier unterzeichnete der junge Thronerbe im November 1918 das umstrittene Manifest, mit dem er sich von den Regierungshandlungen ausdrücklich distanzierte, aber seine Rechte als Herrscher betonte, bevor er ins vorläufige Exil nach Eckartsau ging.
Mit freundlicher Genehmigung (Textausszug):
Ingrid Haslinger, Gerhard Trumler - So lebten die Habsburger
Christian Brandstätter Verlag GmbH & Co KG
Schloß Schönbrunn, Innenansicht um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das in der Monarchie zum Hofärar zählende Schlossareal fiel 1919 auf Grund des Habsburgergesetzes in die Verwaltung des republikanischen Staates, ab 1920 des Bundes (heutige Aufsichtsbehörde: Wirtschaftsministerium). Vom Staat erhielten hochgestellte Politiker Wohnungen im Schloss, bald aber auch Kriegsinvalide. Die Insassen des Invalidenheims, das bereits 1922 wieder aufgelöst wurde, sollen allerdings erhebliche Schäden am Mobiliar verursacht haben. Im Ostteil hatten die Pfadfinder von 1924 bis 1935 drei Räume zur Verfügung.
Schloß Schönbrunn, Innenansicht um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges befand sich auf der Gloriette eine Flakstellung, und 1945 wurden der Haupttrakt und ein Teil der Gloriette durch Bombenangriffe der Alliierten schwer beschädigt. Unter anderem wurde der östliche Teil der Großen Galerie mit den Deckenfresken von Guglielmi völlig zerstört – die Fresken wurden in der Nachkriegszeit vom Theatermaler Paul Reckendorfer nach Bildvorlagen rekonstruiert. Sowjetische Truppen, die das Gebiet im April 1945 besetzten, verhielten sich in diesem Fall vorbildlich. Das Schloss war während der Besatzungszeit vom Herbst 1945 an Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht, zu deren Wiener Sektor die beiden angrenzenden Bezirke 12 und 13 gehörten. Dies verhinderte Plünderungen und beförderte auch die baldige Reparatur der gröbsten Schäden. 1948 konnten Teile des Schlosses wieder besichtigt werden. 1955 zogen die Briten wie die anderen drei Besatzungsmächte aus Österreich ab.
Gloriette: Ansicht um 1792.
"Ansicht der Gloriete in dem Hofgarten von Schönbrunn." Kolorierte Radierung von Johann Ziegler (+1812) nach einer Zeichnung von Lorenz Janscha (+1812), in: Sammlung von Aussichten der Residenzstadt Wien von ihren Vorstädten und einigen umliegenden Oertern. Gezeichnet, und gestochen von Karl Schütz ... und von Johann Ziegler ... - Wien: Artaria, um 1800.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1961 gab Bundespräsident Adolf Schärf zum Gipfeltreffen Kennedy-Chruschtschow ein Galadinner im Schloss. Die Verwaltung des Schlosses, lang einem Schlosshauptmann genannten Beamten des Handels-, Bauten- bzw. Wirtschaftsministeriums und seinen Mitarbeitern übertragen, wurde 1992 der dazu gegründeten, in Staatsbesitz befindlichen Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft m.b.H. übertragen. Die Gesellschaft ist seither in der Lage, die Erhaltung und Restaurierung des Schlosses aus eigenen Einnahmen zu finanzieren. Der Schlosspark wird von den Bundesgärten betreut, der Tiergarten wird von einer eigenen, ebenfalls staatseigenen GmbH verwaltet. 1996 wurden Schloss und Park zum UNESCO-Welterbe erklärt.
Ansicht der Gartenfront, 1782.
 "Das Schloss Schönbrunn gegen den Garten." Kolorierte Radierung von Karl Schütz
(1745-1800) nach eigener Zeichnung in: Sammlung von Aussichten der Residenzstadt
Wien von ihren Vorstädten und einigen umliegenden Oertern. Gezeichnet, und gestochen
von Karl Schütz ... und von Johann Ziegler ... - Wien: Artaria, um 1800.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heute zählt Schloss Schönbrunn 1.441 Zimmer verschiedenster Größe. Ein Teil davon, der nicht zum Museum gehört, wird von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. als Wohnung an Privatpersonen vermietet. Der Großteil des Schlosses fungiert jedoch als Museum, das 2014 rund 3 Millionen Besuche zählte. Der Park und seine Einrichtungen ziehen weitere rund 5 Millionen an, in Summe also etwa 8 Millionen Besuche pro Jahr. Das Areal ist eine der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten; neben seiner touristischen Funktion ist auch seine Funktion als Naherholungsraum für die dicht verbauten Gebiete der angrenzenden Bezirke 12, 13, 14 und 15 wichtig.
Briefmarken zu Schloß Schönbrunn
Bild: © Post.at
Erscheinungsdatum:   16.4 1999
Druckart:   Kombinationsdruck
Entwurf:   Peter Sinawehl
Stich:   Wolfgang Seidl
Druck:   Österreichische Staatsdruckerei
Art:   Sonderpostmarkenserie
Bild: © Post.at
Erscheinungsdatum:   20.03 2009
Auflagenhöhe:   1.200.000
Druckart:   Offset
Entwurf:   Audrey Möschl
Druck:ck:   Österreichische Staatsdruckerei
Art:   Sonderpostmarke
Website Screenshot 2017: https://www.schoenbrunn.at/
Schloß Schönbrunn
Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130 Wien
Telefon: +43 (0)1 811 13 - 0- 0
Öffnungszeiten:
Das Schloss ist 365 Tage im Jahr geöffnet - auch an Weihnachtsfeiertagen! Ticketverkauf ab 8.00 Uhr | Einlass in die Prunkräume ab 8.00 Uhr
Tipp: Online-Ticket vorab kaufen und kein Warten an der Kassa!
Letzter Einlass jeweils 45 Minuten vor Schließzeit!
Bitte beachten Sie, dass Hunde weder im Schloss noch im Park erlaubt sind.
www.schoenbrunn.at
 
 
 
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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