Volksgarten
Der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz
Burgring, 1010 Wien
Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Von 1596 bis 1597 wurde auf der östlichen Seite des heutigen Parks eine Kurtine erbaut, auf der südlichen 1639 die Burgschanze. Diese wurde 1809 von den Franzosen gesprengt und später abgetragen.
Theseustempel - © jomare - Fotolia.com
Der Theseustempel nach der Restaurierung 2011.
© Fotolia Bilddatenbank - de.fotolia.com
 
Durch den Bau der Hornwerkskurtine von 1817 bis 1821 an der Seite der heutigen Ringstraße kam das Gebiet innerhalb der Stadt zu liegen. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde. Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Theseus-Tempel
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen. 1872 wurde die Kurtine beim ehemaligen Paradeisgartl abgetragen und das ursprüngliche Prunktor nach Schönbrunn versetzt. Von 1883 bis 1884 wurde der Volksgarten, wiederum von Franz Antoine dem Jüngeren, erweitert, diesmal auf der anderen Seite. Dieser Teil der Anlage wurde aber von 1903 bis 1907 von Friedrich Ohmann umgestaltet. In den Volksgarten mündet auch die Belüftungsanlage des Burgtheaters, mit dem ihn ein unterirdischer Gang verbindet.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kaiser Franz Joseph unter zahlreichen Gästen bei der Enthüllung des
Kaiserin-Elisabeth-Denkmals im Volksgarten. 1907-04-04
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als Teil der Hofburg gehörte der Volksgarten zum kaiserlichen Staatsbesitz und war 1823 – als erster Park Wiens – durch allerhöchsten Beschluss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden und wurde vom Hofärar (der Gebäude- und Latifundienverwaltung der österreichischen Krone) betraut.
Volksgarten - © S. Gaube, 2008 Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Volksgarten   Volksgarten
Volksgarten - © S. Gaube, 2008 Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Grillparzer Denkmal   Grillparzer Denkmal
Inmitten der Anlage wurde eine Renaissance-Fontaine errichtet. Der entwerfende Künstler ist nicht mehr feststellbar. Steinmetzmeister Joseph Haslauer aus Salzburg wurde am 15. Juli 1865 verpflichtet, die Brunnenschale aus einem Stück rötlichen Untersberger Marmor herzustellen. den Unterbau besorgte Meister Anton Wasserburger, die Bronzearbeiten fertigte Eduard Kitschelt.
Volksgarten Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Blick über den Eingang an der Burgtheaterseite Richtung Hofstallungen.
Aufnahme vor der Erbauung der Hofmuseen. ;um 1870
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1872 wurde die Kurtine beim ehemaligen Paradeisgartl abgetragen und das ursprüngliche Prunktor nach Schönbrunn versetzt. Von 1883 bis 1884 wurde der Volksgarten, wiederum von Franz Antoine dem Jüngeren, erweitert, diesmal auf der anderen Seite. Dieser Teil der Anlage wurde aber von 1903 bis 1907 von Friedrich Ohmann umgestaltet. In den Volksgarten mündet auch die Belüftungsanlage des Burgtheaters, mit dem ihn ein unterirdischer Gang verbindet.
Volksgarten Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Motiv mit Theseustempel und links davon Turm des Rathauses.
Österreichische Lichtbildstelle; Winteraufnahme. 1919-01-23
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eigentlich hätte der Volksgarten dem Kaiserforum weichen sollen, hier wäre der Spiegelflügel der Neuen Hofburg gestanden. Dieser Bau wurde mit dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall Österreich-Ungarns hinfällig. Dadurch ist der Heldenplatz heute auf der einen Seite von monarchistischer Prunkarchitektur gesäumt, auf der anderen von Symbolen des bürgerlich-republikanischen Österreichs, dem Volksgarten und dem Parlament.
Volksgarten Wien © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Volksgarten - Restaurant: Garten mit Tischen.
Ledermann, Postkartenverlag;1926
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Volksgarten ging – als kaiserlicher Besitz – in den Besitz der Republik Österreich über, nicht den der Stadt Wien, und gehört heute zu den sieben Bundesgärten, die dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, dem Lebensministerium, unterstellt sind. Diese stehen seit 2000 ex lege unter Denkmalschutz (in Verfassungsrang), es wurden aber auch Teile der Anlage von Bundesdenkmalamt speziell ausgewiesen. Seit 2001 gehört er auch zur UNESCO-Welterbestätte Historisches Zentrum von Wien.
Gebäude
Theseustempel, Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Theseus-Tempel
Theseustempel: Der Theseustempel wurde von 1819 bis 1823 von Peter von Nobile erbaut. Diese verkleinerte Nachbildung des Athener Theseions diente der Aufbewahrung der von Antonio Canova geschaffenen Theseusskulptur. Canova wirkte auch am Bau des Tempels mit. Die Skulptur selbst wurde 1890 in das Kunsthistorische Museum überführt.
Cortisches Kaffeehaus: Es wurde von 1820 bis 1823
ebenfalls von Nobile erbaut. Johann Strauß und
Josef Lanner traten hier auf.
Volksgartenrestaurant
Milchpavillon: erbaut 1951 von Oswald Haerdtl.
Café Meierei: Dieses Gebäude wurde 1890 ursprünglich
als Wasserspeicher erbaut und 1924 in eine Milchtrinkhalle umgewandelt.
Denkmäler
Volksgarten - © S. Gaube, 2008 Volksgarten - © S. Gaube, 2008
   
Grillparzer Denkmal   Kaiserin Elisabeth - Denkmal
Grillparzer-Denkmal: Marmorplastik, errichtet 1889 von Carl Kundmann, dahinter Wand von Karl Freiherr von Hasenauer mit Reliefs von Rudolf Weyr
Raab-Denkmal: 1967 von Toni Schneider-Manzell geschaffen. Die Architektur stammt von Clemens Holzmeister
Kaiserin Elisabeth - Denkmal: Bei dem Denkmal handelt es sich um eine umfangreiche secessionistische Anlage von Friedrich Ohmann. Im Zentrum befindet sich die sitzende Elisabeth-Statue von Hans Bitterlich. Die Enthüllungsfeierlichkeiten fanden am 4. Juni 1907 in Anwesenheit des Kaisers Franz Joseph I. statt.
Jugendlicher Athlet: Bronzeskulptur von Josef Müllner (1921).
Brunnen
Volksgarten - © S. Gaube, 2008
Triton- und Nymphenbrunnen: 1880 von Viktor Tilgner errichtet.
Volksgarten-Brunnen: Springbrunnen, 1866 von Anton Dominik Fernkorn errichtet.
Volksgarten - Triton- und Nymphenbrunnen
Kleines Bassin im Blütenschmuck. Triton und Nymphe von Tilgner. 1927-08-15
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gartenarchitektur
Der Volksgarten ist auf Seite der Hofburg in Form eines englischen Parks mit lockerem Baumbestand in Alleesetzung angelegt, an der Ringstraße befindet sich dagegen ein französisch-barocker, architektonisch strenger Plangarten.
Volksgarten - Blick über das Kleine Bassin beim Grillparzer-Denkmal gegen
das Burgtheater (durch Bäume verdeckt).Österreichische Lichtbildstelle ;um 1930
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Ähnliche Blickrichtung 25.10.2009
© Erhard Gaube - www.gaube.at
Baumbestand
Der Baumbestand wird wie in jedem Nutzgarten regelmäßig nachgepflanzt. Herausragend ist aber die Morgenländische Platane (Platanus orientalis) im Zentrum des Gartens. Sie hat eine Höhe und auch einen Kronendurchmesser von je 20 m und einen Brustumfang von 3,6 m. Dieser Baum ist einzeln als Naturdenkmal ausgewiesen (Nr. 376).
Rosengarten und Blumenschmuck
Zwischen dem Eingang beim Burgtheater und dem Grillparzer-Denkmal befindet sich ein Rosengarten mit über 3000 Rosensträuchern von mehr als 200 Rosensorten. In der Mitte des Rosengartens sind von Buchsbaumhecken umrahmte Rosenbeete angelegt, die den Großteil der Rosenpflanzen enthalten. Die meisten Rosensorten sind allerdings in der Umrandung des Gartens zu finden, die hinter einer Stuhlreihe von mehreren Reihen Hochstammrosen gefolgt von Schlingrosen gebildet wird. Die Rosensorten im Rosengarten sind großteils beschildert, die im Park verteilten Strauchrosen dagegen nicht. Im Jahr 2000 wurde im Volksgarten ein rund 80-jähriger Rosenstrauch aus dem Garten des Geburtshauses von Karl Renner in Dolní Dunajovice durch die österreichisch-tschechische Gesellschaft zu dessen Gedenken gepflanzt und mit einer Gedenktafel versehen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Volksgarten_(Wien)" der
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Volksgarten
Der Volksgarten liegt auf einem Areal, auf dem sich früher in erster Linie Festungsanlagen befanden. Darin wurde ein Park angelegt, der ursprünglich als Privatgarten für die Erzherzöge gedacht war, doch auf Vorschlag der Hofgartenverwaltung der erste öffentliche zugängliche Park in Hofbesitz wurde.
Ab 1825 war die Bezeichnung Volksgarten gebräuchlich. Verantwortlich für das Konzept des Garten war Ludwig von Remy, die gärtnerische Gestaltung erfolgte durch den Hofgärtner Franz Antoine dem Älteren. Die streng geometrische Form der Wege erleichterte auch die Überwachung der Besucher.
In der Mitte der Anlage wurde von 1819 bis 1823 nach Entwürfen von Peter von Nobile der Theseustempel angelegt. Nach Schleifung einer Kurtine um 1860 wurde der Volksgarten von Franz Antoine dem Jüngeren im Zuge des Ringstraßenbaus im französischen Barockstil erweitert und 1864 mit einer Einfriedung von Moritz Löhr versehen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Palmenhaus
Das 1882 eröffnete Schönbrunner Palmenhaus ist das prominenteste der vier Pflanzenhäuser im Schönbrunner Schlosspark und, zusammen mit den Kew Gardens und dem Palmenhaus von Frankfurt, weltweit eines der drei größten seiner Art.
Die Eisen-Glas-Konstruktion ist ein architektonisches Schmuckstück des Schlossparks. Das Haus wurde von 1986 bis 1990 generalsaniert. Heute zeigt es Teile der Schausammlungen der Bundesgärten mit zahlreichen mediterranen, tropischen und subtropischen Pflanzen.
Von den wichtigsten Pflanzenarten fehlen nur die Wüstenpflanzen, die man sich jedoch im nahen und erst vor kurzem eröffneten Wüstenhaus ansehen kann. Dort gibt es eine künstliche Landschaft voller Kakteen, in der farbenfrohe Geckos in der Hitze baden und winzige Elefantenspitzmäuse zwischen den Felsen und Sukkulenten herumhuschen.
Das Palmenhaus
ist ganzjährig geöffnet.
 
 
Grinzing
Kaiser Probus ist schuld daran, dass schon 276 n.Chr. die ersten Weinstöcke auf den Hügeln rund um Grinzing gepflanzt wurden. Diese botanische Nebenbeschäftigung der römischen Legionäre brachte dem kleinen Dorf vor den Toren Wiens Wohlstand und viel, viel später sogar internationale Berühmtheit - denn in dieser anmutigen Landschaft wächst ein vorzüglicher Wein!
Um bei allen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten 700 Jahre gelegentlich ungeschoren davonzukommen, legten die Grinziger Weinbauern von ihren Weinkellern aus unterirdische Fluchtwege an, die sie bis in ihre geliebte Grinzinger Kirche brachten.
Auch das ehemalige "Alte Preßhaus", Grinzings älteste Weinschänke, besaß einen Gang unter der Erde. Seit 1527 wurde in dem mächtigen, eindrucksvollen Keller der "junge Wein" ausgeschenkt.
Vor einer prachtvollen, 250 Jahre alten Weinpresse und großen, alten Fässern konnte man hier Heurigengemütlichkeit erleben. Diese typische Wiener Geselligkeitsform, seit Maria Theresias Zeiten als "Heuriger" amtlich bezeichnet, ist für den Wiener ein kleines, zeitloses Stückchen Glück.
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Augarten
Ein allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort
Die Gartenanlage im französischen Stil bietet neben einem gepflegten Parterregarten mit aufwändigen Blumenlandschaften auch ein weitläufiges, von schattigen Alleen aus Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen durchzogenes Gebiet, das für die Bevölkerung und für touristische Besucher Raum zur Erholung, aber auch zur sportlichen Betätigung bietet.
Älteste barocke Gartenanlage Wiens
Wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zugang in der Nacht nicht möglich, da die fünf Parktore vom Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen Morgen geschlossen sind; Metallschilder mit den saisonabhängigen Öffnungszeiten sind an den Toren angebracht.
Flaktürme Augarten - Monströse Überbleibsel des „Dritten Reichs“
Im Sommer 1944 wurde mit dem Bau von zwei der Wiener Flaktürme (einem Gefechtsturm mit einer Höhe von 55 Metern und einem Leitturm mit einer Höhe von 51 Metern) begonnen, die durch ihre bizarre Erscheinung inmitten des Gartens mittlerweile zu einem Charakteristikum des Augartens geworden sind.
Augarten, 1020 Wien
ÖFFNUNGSZEITEN:
Der Garten wird von 1. April bis 31. Oktober um 6.30 Uhr
und von 1. November bis 31. März
um 7.30 Uhr geöffnet.
 
 
Prater Wien
Der Wellenbrecher oder umgangssprachlich einfach „Scherm“ genannte Kettenflieger begeistert seit Jahrzehnten die Praterbesucher und weckt mit Sicherheit zahlreiche Kindheitserinnerungen. In luftigen Höhen lässt sich hier schon im Eingangsbereich des Wurstelpraters ein erster Überblick über das Areal gewinnen.
Pratercard
Mit der Pratercard wird die Tradition der bargeldlosen Bezahlung bei den Praterattraktionen zeitgerecht weiter geführt, die vor Jahren mit dem „Calafati Schilling“ ihren Anfang nahm. Die Pratercard eignet sich hervorragend als Geschenk zu jedem Anlass, oder für Ihren nächsten Firmen-Betriebsausflug in den Wiener Prater.
Wiener Riesenrad
Das Wiener Riesenrad im Prater im Gemeindebezirk Leopoldstadt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war zur damaligen Zeit eines der größten Riesenräder der Welt.
 
 
 
 
Die schönsten Wiener Lieder  
 
 
 
 
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