Wienerberger AG
Mit 198 Werken in 30 Ländern der größte Ziegelproduzent weltweit
Wienerbergstrasse 11, 1100 Wien
Konzernzentrale der Wienerberger AG im Vienna Twin Tower am Wienerberg
in Wien-Favoriten. Blick auf die Wienerberg City von der Spitze des Wasserturms Favoriten.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Braveheart
Die Wienerberger AG ist mit 198 Werken in 30 Ländern der größte Ziegelproduzent weltweit, die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa und hält führende Positionen bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa. Die Konzernzentrale des Unternehmens befindet sich in Wien, im Jahr 2016 (2015) waren 15.990 (15.813) Mitarbeiter beschäftigt. Durch den Trend in den USA, Bauten aus festen Baustoffen zu errichten, der nicht zuletzt durch den Hurrikan Katrina im Jahr 2005 gesteigert wurde, gelang es Wienerberger auch in den USA durch General Shale Brick Inc. zur Nummer eins aufzusteigen.
Wien 17, Ziegelei; um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits zur Römerzeit wurden auf dem heutigen Gebiet des Wienerbergs Lehmvorkommen entdeckt und zur Ziegelherstellung genutzt. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit sind Ziegelöfen rund um die Stadt in großer Zahl nachweisbar (Laimgrube, Ziegelofengasse, Zieglergasse, Tongasse); sie gehörten meist Bürgern und Klöstern und wurden an Ziegelbrenner verpachtet. Unter Maria Theresia entstand am Wienerberg die erste staatliche Ziegelei; da die Ziegel hauptsächlich zur Verbesserung der Basteien und des Linienwalls benötigt wurden, bürgerte sich die Bezeichnung "Fortifikations-Ziegelofen" ein.
Wien 10, Wienerberg; Ziegelei von der Triesterstraße; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
1775 ließ Maria Theresia die erste staatliche Ziegelei auf diesem Gebiet errichten, welche 1820 zur größten Europas wurde. Auch die heute weltweit tätige Ziegelei Wienerberger wurde hier 1819 gegründet. Daraus gibt sich die Tatsache, dass die Wiener Architektur dieser Zeit sehr stark durch Ziegelbauten geprägt worden ist, erkenntlich an Prachtbauten wie dem Hauptzollamt oder dem Wiener Arsenal, aber auch Arbeiterwohnhäuser und soziale Einrichtungen wurden damals mit den Ziegeln vom Wienerberg gebaut.
Wien 10, Triesterstraße; Ziegelei am Wienerberg von Süden; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Die dortige Ziegelproduktion ging ab 1870 mit einer stark zunehmenden Ausbeutung der Arbeitskräfte, zu denen auch Kinder gehörten, einher. Die vielen aus den Kronländern zugewanderten Arbeiter wurden Ziegelbehm (Ziegelböhm) genannt. Die soziale Lage der Ziegelarbeiter war äußerst trist. Katastrophale Wohnungs- und Hygieneverhältnisse, endlose Arbeitszeiten, schlechte Arbeitsbedingungen, wenig Bezahlung und miserable Massenquartiere waren das tägliche Los. Die sanitären Bedingungen führten auch zu Massenepidemien.
Wien 10, Favoriten; Gebäude der Ziegelei. Arbeiterwohnhaus; 1927.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In den 1960er Jahren wurde der Lehmabbau unrentabel und die Ziegelwerke wurden stillgelegt. Zurück blieb brachliegendes Land und die für den Wienerberg typischen kleinen Seen, welche die ehemaligen Lehmgruben hinterließen, und der längst auch andernorts tätige Ziegelhersteller Wienerberger, der aus den kaiserlichen Ziegelwerken hervorging. Das Areal war von nun an im Besitz der Stadt Wien und wurde zur Schuttablagerung genutzt. 1999 wurde mit dem Bau der Wienerberg City, eine Anordnung von zahlreichen Wohn- und Bürohochhäusern rund um einen neu gestalteten See (ehemalige Lehmgrube) und Park, begonnen. Es existieren ein 14 km langes Wegenetz, mehrere kleine Teiche sowie der größere Wienerberg-Teich. Der Wienerberg-Teich wird bei entsprechenden Temperaturen als Naturbadeplatz genutzt und weist laut Untersuchungen der Stadt Wien auch eine ausreichende Wasserqualität auf, ist jedoch derzeit nicht offiziell als solcher gewidmet.
Wienerberg- ein Erholungsgebiet am Rande Wiens.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / PerfectPicture
Blick über die Wasserflächen des Wienerberges nach Osten.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Binter
Die Geschichte des Laaer Waldes ist geprägt durch die Abbautätigkeit zahlreicher Ziegeleien. Die ehemaligen Abbaustätten sind heute noch als Ziegelteiche erhalten. Das Gebiet des heutigen Laaer Waldes taucht in den Chroniken erstmals als "Laacher Heide" auf. Es dürfte jahrhundertelang nur locker bewaldet gewesen sein. Schon 1583 wird ein "Laacher Wald" erwähnt. Im späten 17. und vor allem im 18. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Flaumeichenwälder bis auf wenige Reste gerodet. Es entstanden zahlreiche Ziegeleien. Die private Ziegelei Löwy an der Löwygrube östlich des Laaer Waldes, der Pfeifenteich und der Butterteich sind Reste dieser Ziegelgruben. Die ehemaligen Ziegelteiche wurden durch Renaturierung zu ökologisch wichtigen Rückzugsgebieten. Sie sind nun Lebensraum zahlreicher zum Teil gefährdeter Vogelarten. In den aufgelassenen Ziegelgruben ist heute die typische Vegetation stehender Gewässer mit Wasserpflanzen, Schilfgürtel, Weiden- und Pappelbeständen anzutreffen.
Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft im 10. Wiener Gemeindebezirk; 1925.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Umstellung der Ziegelherstellung auf industrielle Fertigung im 19. Jahrhundert (Wienerberg; Alois Miesbach, Heinrich Drasche) war Voraussetzung zur Deckung des enorm gestiegenen Bedarfs beim Wachstum Wiens nach der 1857 angeordneten Schleifung der Stadtbefestigung (Ringstraßenzone). Alois Miesbach (1791–1857) pachtete 1820 (da er die Bedeutung der Ziegelbrennerei für Wien erkannt hatte) eine Ziegelei in Inzersdorf (die er 1823 erweiterte); er erzielte durch die Einführung der Verfeuerung heimischer Kohle eine Qualitätsverbesserung der Ziegel (bis dahin Holzfeuerung), setzte neue Ziegelformmaschinen ein und erzeugte auch maschingepresste tönerne Rohre, Hohlziegel und Drainagen.
Ziegelstempel der Wienerberger Ziegelfabrik und Baugesellschaft.
Ein Doppeladler mit einem W für Wienerberger im Brustschild.
Die Initialen H D stehen für Heinrich Drasche.
© www.ziegelzeichen.de/ziegelstempel-h-d-doppeladler-w/
1832 erwarb Miesbach von der Familie Corrigliano die Herrschaft Inzersdorf und das Gut Steinhof, dann kaufte er weitere Ziegeleien (1846 Biedermannsdorf, 1847 Vösendorf, 1850 das obere und untere Ziegelwerk am Laaer Berg, 1852 Guntramsdorf und andere) und Kohlenbergwerke zur Sicherstellung der Brennstofflieferungen (die Bergwerke wurden von seinem Neffen Heinrich Drasche geleitet); 1847 pachtete Miesbach den Wiener Neustädter Kanal und gab ihm eine neue wirtschaftliche Bedeutung, da sich viele seiner Ziegeleien und Bergwerke in dessen Nähe befanden. 1857 ersteigerte er den Freinhof am Eichkogel bei Guntramsdorf.
Triumphbogen von Heinrich von Ferstel, errichtet von der Wienerberger Ziegelfabriks-
und Baugesellschaft anlässlich der Weltausstellung von 1873; um 1880.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bereits bei der Wiener Gewerbeproduktenausstellung 1845 war er größter Ziegelfabrikant und führender Kohleproduzent der Monarchie. Miesbach gründete die Wienerberger Ziegelwerke, war eines der ersten Mitglieder des 1839 begründeten Niederösterreichischen Gewerbevereins, fungierte als Gemeinderat von Inzersdorf und wurde später Vizepräsident der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer in Wien. Basis waren die reichen Vorkommen an tonhaltigen Lehmen am Südrand von Wien (Raum Wienerberg). Auf dem geschichtsträchtigen Boden wurden von Miesbach im Jahr 1841 zahlreiche Meilensteine aus dem Römischen Reich aus der Zeit des zweiten und dritten Jahrhunderts gefunden. Die Funde befinden sich im Kunsthistorischen Museum.
Wienerberger Ziegelwerke; Arbeiten am Laufband. Illustration; um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Außenansicht der Fabrikanlage am Wienerberg um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Nach dessen Tod im Jahre 1857 wurde das Unternehmen von seinem Neffen Heinrich von Drasche-Wartinberg übernommen und auf einen Mitarbeiterstand von knapp 10.000 gebracht. Die Arbeitsbedingungen in den Ziegelgruben waren branchenüblich schlecht und hatten sich 1869 nach dem Börsengang des Unternehmens weiter verschlechtert. Die meist aus Böhmen und Mähren stammenden Lohnarbeiter („Ziegelböhm“) mussten im Schnitt 15 Stunden täglich arbeiten, Wochenende oder arbeitsfreie Tage gab es nicht. Der Lohn wurde überdies meist nicht in Geld sondern in Blechmarken ausbezahlt (Trucksystem; „truck“ bedeutet Tausch bzw. Tauschhandel), die nur in den betriebseigenen Kantinen eingelöst werden konnten.
Musterhaus der Wienerberger Ziegeleiwerke
für die Verwendung von Ziegeln und Keramik im Kleinhausbau; 1937.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Musterhaus der Wienerberger Ziegeleiwerke
für die Verwendung von Ziegeln und Keramik im Kleinhausbau; 1937.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Diese Zustände griff der junge Arzt und Journalist Victor Adler in seinen sozialkritischen Reportagen auf, die eine Entwicklung einleiteten, die Victor Adler 1888 zum Parteivorsitzenden der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei ((SDAP) und erfolgreichen Sozialreformer werden ließen. Bei den Ziegelwerken brachte sie zunächst die Abschaffung des seit 1885 ungesetzlichen Trucksystems und nach dem Ziegelarbeiterstreik des Jahres 1895 weitere soziale Reformen. Die Gesellschaft konnte vom großen Bauboom der Gründerzeit profitieren und schüttete im Jahr 1887 insgesamt 490.000 Gulden an Dividende aus, was einem Gewinnanteil von 12 Prozent entsprach. Auch in Kroatien, Ungarn und Böhmen hatte die Firma Werke, die sie aber infolge des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 verlor.
Wienerberger Ziegelei Steinzeugfabrikation; 1938.
Frauen und Männer arbeiten am Bau eines Duschbades für die Ziegelei.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wienerberger Ziegelei Steinzeugfabrikation; 1938.
Frauen schlichten Fließen auf Stapeln.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wienerberger Ziegelei Steinzeugfabrikation; 1938.
An einem langen Tisch stehen Männer und Frauen und hantieren mit gestapelten Fließen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bildtext zu Wienerberger Ziegelei Steinzeugfabrikation 1938:
An einem langen Tisch stehen Männer und Frauen
und hantieren mit gestapelten Fließen; (Text auf der Rückseite):
"Der ungeheure Aufschwung der Bauindustrie in der Ostmark hat zu einer Hochkonjuktur in den Ziegeleien geführt, die alle voll ausgenützt sind. Das grösste Unternehmen dieser Art in der Ostmark für die Erzeugung von Mauerziegeln, die 'Wienerberger', haben die Produktion für das Jahr 1938 bereits zur Gänze ausverkauft. Das heisst, auch die Ziegel, die noch gar nicht gebrannt sind, haben heute schon einen Abnehmer. Und auch für 1939 sind bereits die Herstellungsarbeiten im Gange, um bisher nicht genutzte Betriebe wieder arbeiten zu lassen."
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 1945 große Teile der Erzeugungsstätten bei Wien durch Bombenangriffe zerstört. Schwierige Zeiten nach Kriegsende und der erfolgreiche Vormarsch des Baustoffes Beton erforderte eine Expansion auch in diesem Bereich. Der Bedarf an Baumaterialien zur Sanierung der Kriegsschäden brachte nach dem Krieg einen erneuten Aufschwung.
Bombenschaden in der Wienerberger Tonwarenfabrik:
Zerstörte Fabrikshallen mit Restmauern, verkohlten Trägern, Schutt; 1945.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Jahr 1969 erhielt das Unternehmen die Staatliche Auszeichnung und damit das Recht zur Führung des Bundeswappens im Geschäftsverkehr. Im Jahre 1986 begann die Wienerberger AG unter der Leitung von Erhard Schaschl, Wolfgang Reithofer und Paul Tanos internationale Standorte aufzubauen und übernahm zuerst deutsche Hersteller, so die Firma Oltmanns aus Jeddeloh I, den bis dahin europaweit führenden Hersteller von Porotonziegeln. 1990 baute sie auch sofort nach der Ostöffnung ihre Standbeine in den ehemals Ostblock-Ländern aus (1990 Ungarn).
Neuartiges Material aus glasierten Tonstreifen der Wienerberger Ziegelwerke..
Rückseite einer ausgegossenen Mosaikplatte.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Konzernzentrale ist in Wien im Vienna Twin Tower, die Österreichzentrale nach wie vor im Gebiet der Gründung in Hennersdorf südlich der Wiener Stadtgrenze in Niederösterreich. Nach weiteren Übernahmen (1996: Terca/Benelux, 1999: General Shale/USA, ZZ Wancor/Schweiz, Mabo/Skandinavien, 2000: Cherokee Sanford/USA, 2001: Optiroc/Nordeuropa, 2002: Hanson plc/Europa, 2003: Koramic Roofing) entwickelt sich der Konzern Anfang der 2000er Jahre zum Weltmarktführer auf dem Ziegelsektor und der Nummer zwei bei Dachziegeln.
Blick über den Wienerberg bis zum Schneeberg am Horizont (60 km Luftlinie).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) 
In Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 begann Wienerberger ein umfassendes Restrukturierungsprogramm. Dabei wurden Produktionskapazitäten reduziert, Kosten in Verwaltung und Vertrieb gesenkt sowie Investitionen auf ein Minimum zurückgefahren, um die Liquidität zu sichern und die Nettoverschuldung zu reduzieren. Ziel war es effiziente Strukturen zu schaffen, den Fokus auf hochwertige, innovative Produkte zu legen und die Vertriebstätigkeit zu intensivieren um wettbewerbsfähig zu bleiben sowie Marktpositionen zu stärken bzw. auszubauen. Damit sollte die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt werden
© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
Ab 2010 änderte Wienerberger seine Pure-Player-Strategie und wandelte sich vom reinen Ziegelanbieter zum Anbieter von Bau- und Infrastrukturlösungen. Erster Schritt war 2010 die 100 % Übernahme von Steinzeug-Keramo, Hersteller von keramischen Abwasserrohrsystemen, als strategische Erweiterung des Rohrgeschäftes und Ergänzung zum 50-50 Joint-Venture Pipelife. 2010 wurden zudem 100 % von Semmelrock, österreichischer Produzent von Betonpflastersteinen mit Fokus Osteuropa, zur Stärkung des Geschäftsbereiches Flächenbefestigungen übernommen.
© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
2011 baute Wienerberger seine Beteiligung an Tondach Gleinstätten auf 50 % aus, indem Wienerberger 25 % der Tondach-Anteile von Monier übernahm und im Gegenzug alle Anteile am Betondachsteingeschäft (Bramac) an Monier übergab. Damit stärkte Wienerberger seine Position im Tondachziegelbereich. 2012 folgte die Akquisition der restlichen Anteile des Kunststoffrohrherstellers Pipelife, ein weiteres Maßnahmenpaket zur Kostensenkung und 2014 schließlich die mehrheitliche Übernahme von Tondach Gleinstätten.
© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
Wienerberger stärkte dadurch die Geschäftsbereiche Renovierung und Infrastruktur und reduzierte die Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Neubau. Wesentliche strategische Eckpfeiler des Management sind heute: organisches Wachstum, Verbreiterung des Kerngeschäfts bei Renovierung und Infrastruktur, Steigerung des Cashflow zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, Dividenden und wertschaffende Wachstumsinvestitionen.
Tongrube der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH in Hennersdorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) /
Die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH ist der größte heimische Anbieter von Produkten und Lösungen für Ziegelmauerwerke. Das Unternehmen betreibt in Österreich sechs Produktionsstätten für Hintermauer-Ziegel sowie ein Werk für Klinker-Ziegel. Baustoffinnovationen wie der Porotherm W.i., der mit natürlicher Mineralwolle verfüllte Planziegel, ermöglichen es mit Ziegeln schon heute innovative, energiesparende und wohngesunde Gebäude von morgen zu errichten. Derzeit beschäftigt die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH in Österreich rund 250 Mitarbeiter. Der Firmensitz befindet sich in Hennersdorf südlich von Wien.
Der Firmensitz der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Österreich in Hennersdorf .
© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
Hennersdorf ist seit 1870 ein Ziegeleistandort. Das Werk befindet sich seit 1890 in Besitz der Wienerberger Ziegelindustrie wobei 1959 die Produktionsanlagen umgebaut und teilweise erneuert wurden. 1987 erfolgte die Erstellung eines neuen Werkkonzeptes, wobei die technischen Anlagen zur Gänze und die Produktionshallen zum Teil erneuert wurden. Der Standort verfügt über eine Rohstoffhalde, zwei Aufbereitungslinien, ein Sumpfhaus, zwei Formgebungslinien, einem Trockner mit anschließenden Stahlmanteltunnelofen sowie einer Planziegelschleifanlage mit nachfolgender Verpackungslinie und einem Fertigwarenlager. Hennersdorf ist außerdem der Firmensitz der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Österreich.
Wienerberger Ziegelwerk in der Gemeinde Hennersdorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) /
Die Errichtung der modernen Ziegelindustrie begann in Hennersdorf erst nach 1850. Möglicherweise bestand hier jedoch eine ältere Produktionsstätte, da Simon Zehentner. als „Zieglermeister“ im Taufbuch der Pfarre Hennersdorf erwähnt wird. Durch die Ziegelindustrie schnellte die Einwohnerzahl der Bevölkerung explosionsartig von 248 im Jahr 1850 auf 1.406 im Jahr 1890 hinauf.
Hennersdorf/Tongrube Fa. Wienerberger; Situation 03/2015.
Quelle: www.mineralienatlas.de/Hennersdorf/Tongrube-Wienerberger
In Hennersdorf entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts insgesamt vier Werke, von denen sich das Werk beiderseits der Pottendorfer Linie bis heute erhalten hat und in der Firma Wienerberger aufgegangen ist. 1870 entstand beiderseits der Laxenburger Straße ein drittes Ziegelwerk mit drei Ringöfen, Besitzer war die Erste Wiener Sparkasse. Schon sehr bald, nämlich 1882 wurde dieses Werk Eigentum der „Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft“. Vermutlich schon in den 1860er Jahren entstanden, befand sich dieses zweite Ziegelwerk im südöstlichen Teil des Ortes. Die Gebrüder Kein, die ab 1873 im Besitz des Werkes waren, gingen 1885 in Konkurs. Ein Jahr später übernahmen die Brüder Josef und Philipp Müller das Werk („Müllerwerk“).Josef Müller war zugleich Lieferant für zahlreiche Baustellen in Wien.
Hennersdorf/Tongrube Fa. Wienerberger.
Quelle: www.univie.ac.at/Verbreitung-naturwiss-Kenntnisse/sedimente.html
Aus Müller Handschlagziegel mit dem Kennzeichen „H M“ („Hennersdorf Müller“) wurde auch unter anderem die Antonskirche in Wien X erbaut sowie auch die „Villa Müller“ in Hennersdorf. Namhafte Stadtbaumeister in Wien und Umgebung waren Ziegelabnehmer dieses Werkes. 1880 wurden die Ziegel mit bis zu sechs Paar Pferdegespann bis zur Ringstraße gebracht. Es entstanden damals um diese Zeit die großen Ringstraßenpalais. Das „Müllerwerk“ wurde von Kaiser Franz Joseph I. mit einem Orden ausgezeichnet. Von Josef Müller an die „Wiener Ziegelwerke-AG“ verkauft, wurde dieses Werk 1913 wegen zu wenig Ertrag ebenfalls gesperrt.
Ton in der Grube Hennersdorf (Wienerberger).
Quelle: www.univie.ac.at/Verbreitung-naturwiss-Kenntnisse/sedimente.html
Während des Ersten Weltkrieges und der Zwischenkriegszeit litt auch das Werk unter der Wirtschaftskrise. Man plante einen Ausbau des Werkes für die Produktion von 80 Millionen Mauerziegel; ein Projekt, das sich allerdings nicht realisieren ließ. Während des Zweiten Weltkrieges, vor allem im Zuge des Bombenangriffes auf Hennersdorf am 24. Mai 1944, gab es keinerlei Luftschutzkeller. Zum Schutze der Bevölkerung entstanden in den Tongruben auf Privatinitiative einiger Firmenleute zwei Bunker, in denen 70% der Einwohner des Ortes Zuflucht finden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau der zum Teil zerstörten Werksanlage und so entstand im Laufe der Zeit ein Ziegelwerk mit modernster Ausrüstung und hochmodernen technischen Anlagen. Wienerberger hat sich ab den 1980er-Jahren zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Baustoff-Industrie entwickelt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Wienerberger" der
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de.wikipedia.org
Website Screenshot 2017: http://wienerberger.at/
Wienerberger AG
Mit 198 Werken in 30 Ländern der größte Ziegelproduzent weltweit
Wienerbergstrasse 11, 1100 Wien
Telefon: +43 (0)1 60 192 0
E-Mail: office@wienerberger.com
www.wienerberger.at
 
 
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Telefon: +43 (0)1 5321514
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Türkenbelagerung 1683
Die Hauptarmee der Osmanen traf am 13. Juli 1683 in Schwechat ein und am nächsten Tag wurde die Zeltstadt halbkreisförmig zwischen St. Marx und Oberdöbling errichtet. Die Prunkzelte Kara Mustafas standen auf der heutigen Schmelz.
Bild oben: Angriff der Türken von der Donau auf Leopoldstadt bei der Taborbrücke. Im Jahre 1683 publizierte Nicolaas Visscher II  eine Serie von 10 Drucken über die erfolglose  Belagerung Wiens durch die Türken im gleichen Jahre.
Am späten Nachmittag des 11. September wurde die Schlacht entschieden, als die Kavallerie, insbesondere die durch König Johann III. Sobieski geführte polnische Elitetruppe der Husaren (Hussaria) in einer Kavallerieattacke vom Berg herab ins feindliche Lager eindrang. Wien war gerettet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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